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Tradition und Wandel

Die Wurzeln der Conzzeta Gruppe reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als im heutigen Stadtgebiet von Zürich mehrere moderne Ziegeleibetriebe entstanden. Der Zwang zur Rationalisierung führte zum Zusammenschluss der stadtzürcherischen Werke. Die Initiative dazu ging von der Dampfziegelei Heurieth aus, in deren Verwaltungsrat die Brüder Ernst und Jacob Schmidheiny von Heerbrugg tätig waren. Im Jahr 1912 schlossen sich die damaligen Gesellschaften «Mechanische Backsteinfabrik Zürich» und «Ziegeleien Albishof-Heurieth» zur Aktiengesellschaft «Zürcher Ziegeleien» zusammen. Sie trägt heute den Namen «Conzzeta AG».

Die «Zürcher Ziegeleien» erweiterten ihre Aktivitäten stetig und pflegten das Geschäft mit Baumaterialien bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Mit dem Ziel einer besseren Risikoverteilung wurde ab 1980 eine sorgfältige Diversifikation begonnen.

Als erstes erfolgte 1980 der Einstieg in die Schaumstofffabrikation, 1982 in das Seil- und Sportartikelgeschäft und 1987 in die Farb- und Lackproduktion. Der erweiterten Beteiligungsstruktur wurde 1992 durch die Umwandlung der Muttergesellschaft in eine Holdinggesellschaft Rechnung getragen. Zwei Jahre später folgte der Einstieg in den Maschinen- und Anlagenbau, der weltweit ausgebaut wurde und sich zum grössten Tätigkeitsgebiet entwickelte. Die konsequent verfolgte Diversifikationsstrategie ausserhalb der Baumaterialien mündete im Jahr 1999 in den Verkauf des ursprünglichen Kerngeschäfts mit Bauprodukten. Im gleichen Zug wurde die Umfirmierung der Holdinggesellschaft in Conzzeta vollzogen. Ein Jahr darauf folgte der Einstieg in die Automationstechnik. Heute ist die Conzzeta eine weltweit tätige Gruppe mit Aktivitäten in verschiedenen Geschäftsfeldern, die ein gutes Wachstumspotenzial aufweisen.

Meilensteine

1912

Gründung der Aktiengesellschaften Zürcher Ziegeleien

1980

Einstieg ins Schaumstoffgeschäft (Fritz Nauer Gruppe, heute FoamPartner)

1982

Einstieg ins Seil- und Sportartikelgeschäft (Arova Lenzburg AG, heute Mammut Sports Group AG)  

1987

Einstieg ins Baufarbengeschäft (Schmid Rhyner AG)

1988

Übernahme der Siegfried Keller AG und der Roth & Cie. AG (Baufarben)

1992

Übernahme der Reisgies Schaumstoffe GmbH durch FoamPartner

Gründung der ZZ Immobilien AG (heute Plazza Immobilien)

1993

Übernahme der Toko AG (Skiwachs und Pflegeprodukte)

1994

Einstieg in den Maschinen- und Anlagenbau (Bystronic-Gruppe)

1996-1997

Verkauf der Ziegelei- und Betonwarengeschäfte in der Westschweiz

1997

Übernahme der Hämmerle AG (Maschinenbau)

1999

Verkauf der Bereiche Ziegeleiprodukte, Dämmmaterialien und Kamine

2000

Übernahme der Robert Seckler AG (Produktionsautomation)

Verkauf von Teilaktivitäten der Transall AG (Transporte)

Verselbständigung des Bereiches Industrie der Arova-Mammut AG

2001

Übernahme des Sportartikeldistributors Climb High Inc., (USA) und des norwegischen Schlafsackherstellers Ajungilak ASA

2002

Übernahme der Maschinenhersteller AFM Fabtek in China und der Beyeler in Deutschland durch Bystronic

Verkauf der Hard AG und der Beteiligung an der Marmoran AG (Bauprodukte)

2003

Übernahme des Maschinenherstellers Armatec Vierhaus GmbH in Deutschland durch Bystronic glass, des Verpackungsherstellers Büttikofer AG durch FoamPartner und der Schuhmarke Raichle (Mammut Sports Group)

2005

Übernahme der Vertriebsgesellschaften Pullmax Ltd UK und Pullmax Scandinavia AB durch Bystronic

FoamPartner und Otto Bock Schaumstoffe gehen Joint Venture in China ein

Übernahme der nordamerikanischen Automationsfirma COX Automation Systems und damit Gründung des Geschäftsbereichs Automationssysteme

2006

Verkauf des Baufarbengeschäftes (SWISS LACK Gruppe)

Verkauf der Geschäftsaktivitäten der PREBETON SA

Verkauf der Geschäftsaktivitäten der Siegfried Keller AG

Übernahme des asiatischen Automationsunternehmens Excel Precision Sdn. Bhd. in Malaysia

2008

Übernahme des spezialisierten Schaumstoffverarbeiters Kureta GmbH & Co. KG in Deutschland durch FoamPartner